Tobias Portschy

 

Nach dem "Anschluss" Österreichs an das Deutsche Reich im März 1938 wurde Tobias Portschy zur zentralen Figur der nationalsozialistischen "Zigeunerverfolgung" im Burgenland. Hitler ernannte ihn noch im selben Jahr zum Gauleiter, SA-Führer und Landeshauptmann des Burgenlands.

Im August 1938 veröffentlichte er seine Denkschrift "Die Zigeunerfrage", die deutlich von den Nürnberger Rassengesetzen beeinflusst war. Seine darin enthaltenen Vorstellungen und Pläne
"zur Lösung der Zigeunerfrage" wie das Schulverbot für Romakinder, die Zwangssterilisierungen oder die Einweisung in Arbeitslager, wurden mit Beginn des Zweiten Weltkrieges sukzessive umgesetzt.
Milde mit den Tätern