Die Verehrung der Muttergottes Maria

 

Bei vielen Romagruppen hat die Verehrung der heiligen Maria eine große Bedeutung. Marienwallfahrten finden daher in fast allen europäischen Ländern statt -in Österreich nach Mariazell, in Ungarn nach Csatka, in Rumänien nach Radna, in Belgien nach Banneux, in Italien nach Pomezia, Rom und Modena, in Spanien zur Virgen de la Sierra bei Cabra, nach Granada und Sevilla.

Die Kirche hat die Marienwallfahrten sehr unterstützt und oft auch ins Leben gerufen. 1958 wurde von Papst Pius XII. die so genannte "Nomadenseelsorge" gegründet, um die Roma zu betreuen. In den darauffolgenden Jahren wurden Wallfahrten für Roma nach Lourdes, Fatima, Banneux usw. veranstaltet. Oft war dabei das Bedürfnis nach regelmäßigen Treffen mit ein Grund für die Abhaltung von Wallfahrten.

Neben Fatima und Lourdes ist sicherlich Saintes-Maries de la Mer das berühmteste Wallfahrtsziel der Roma.

Bereits seit dem 15. Jahrhundert sollen die Roma aus Südfrankreich regelmäßig nach Saintes-Maries de la Mer in Frankreich kommen und hier vor allem die "Heilige Sarah" verehren. Neben Maria Jakobäa und Maria Salomäa wird hier von den Roma Sarah als "Heilige" verehrt.

Sie wird als Schwarze Madonna dargestellt, von ihrer Statue sollen Heilkrä‚fte ausgehen. Sie ist bis jetzt aber noch nicht offiziell heilig gesprochen.

An den Wallfahrtstagen werden die Reliquienschreine der drei Heiligen gezeigt und eine Prozession zum Meer veranstaltet.

Wie kam es zur Verehrung der Sarah?
Zwei Legenden über die Verehrung der Sarah


Sarah, die Schwarze Madonna der Roma


Roma kampieren in der Krypta der Kirche von Saintes-Maries de la Mer