Die Familie
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Der Mittelpunkt des Zusammenlebens bei Roma und Sinti ist die Familie. Da Romakinder in der Vergangenheit selten die Schule besuchen durften, war die Familie auch der Ort der Erziehung und des Lernens. Alten Menschen wird mit besonderer Würde und Hochschätzung begegnet. Für sie zu sorgen, ist eine Verpflichtung. Eltern oder Großeltern in einem Altersheim unterzubringen gilt als Schande. Auch Kinder werden hoch geschätzt. Eine kinderreiche Familie gilt als Inbegriff des Glücks und erhöht das Ansehen. Kinder stellten auch immer eine Sicherheit für die Versorgung der Eltern und Großeltern im Alter dar. Kinderlosigkeit gilt als großes Unglück, kinderlose Ehen wurden oft geschieden. In der Familie haben die Roma auch gelernt, wie man sich verhalten soll. Innerhalb
der verschiedenen Romagemeinschaften sind Rechtsvorstellungen,
ungeschriebene Gesetze und Vorschriften entstanden. Jedes Mitglied der
Gruppe musste sich an sie halten. Verstöße gegen diese Gesetze wurden
in der Gemeinschaft gerichtet und bestraft.
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