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Wie die Auflistung der verschiedenen Roma-Gemeinschaften zeigt, ist bei vielen ihre Bezeichnung von der beruflichen, handwerklichen Spezialisierung abgeleitet: Kalderasch
- Kesselschmiede Dies mag auf eine Tradition im Osmanischen Reich zurückzuführen sein, wo aus einigen Berufen die ethnische Bezeichnung (Name der Volksgruppe) und ein gemeinsames Bewusstsein entstanden sind. Obwohl von den Nicht-Roma ein angemessener gesellschaftlicher Stellenwert verweigert wurde, stellten diese Handwerke für die Romagesellschaften einen Faktor dar, der Identität stiftete. Für die Mehrheitsgesellschaft waren sie zu bestimmten Handwerken, Berufen, Gruppen zuordenbar, bzw. stammen die Bezeichnungen auch aus Sprachen der Mehrheitsbevölkerung. Kalderasch,
vom rumänischen caldare = Kessel Die Gruppen unterscheiden sich untereinander, haben eigene soziale Organisationen und bestimmte rechtliche Vorschriften. Diese Unterschiede haben sich über Jahrhunderte hinweg entwickelt und sind sicherlich durch Anpassungszwänge in den einzelnen Ländern mit geprägt. Durch Industrialisierung und durch wirtschaftliche Zwänge sind Veränderungen in diesen "traditionellen" Bereichen erfolgt. Manche Gruppen sind auf neue, verwandte Marktlücken gestoßen (Altmetallhandel) und haben neue Produkte, Dienstleistungen und Kooperationen entwickelt. In manchen Regionen, wie z.B. dem Burgenland, hatte die Vernichtung der Roma im Holocaust den Überlebenden die Chance genommen, diese Bereiche weiterzuentwickeln. Spezialisten waren ermordet, Häuser und Werkstätten waren geschliffen und die gesellschaftliche Stigmatisierung wurde fortgesetzt. |
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